Die eigenen Daten im Internet, Misstrauen oder blindes Vertrauen?

Internet Daten, Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Unternehmen Bitkom hat erstaunliches über den deutschen Internetnutzer zutage fördern können. In einer kürzlich durchgeführten Studie kam es zu dem Ergebnis, dass jeder sechste aus Sicherheitsgründen nicht am Internetbanking teilnimmt, auf der anderen Seite aber keinen Gedanken verschwendet, was mit seinen privaten Daten passiert.

Dieter Kemp, Präsident von Bitkom und gleichzeitig auch Vorsitzender des Vereins ‘Deutschland sicher im Netz’ betrachtet den Umgang der Deutschen mit der Datensicherheit als eine reine Schwarz-Weiß-Sicht. Das Verhalten im Netz schwanke zwischen übertriebener Vorsicht und gefährlicher Gedankenlosigkeit, ein ausgewogenes Verhalten müssten die Deutschen erst noch lernen.  Helfen sollen dabei die Politik, die Wirtschaft und die Verbraucherschützer.

Die Studie hat gezeigt, dass fast die Hälfte der Befragten nicht wussten, wie sie ihre Daten im Internet schützen können. Das zeugt von einer Sorglosigkeit, die gefährlich werden kann. Dabei glauben nur rund vierzig Prozent der Befragten daran, dass die Informationen im Netz sicher sind. Das sind vor allem Jugendliche und junge Menschen, die einen hohen Bildungsabschluss haben. Deshalb werden wichtige Informationen und Dokumente lieber auf dem Postweg versandt und die längere Bearbeitungszeit in Kauf genommen. Auch die Teilnahme an sozialen Netzwerken wie Xing oder Facebook wird von jeder achten Person gemieden.

Dieses Misstrauen wird aber lange nicht von allen geteilt, ein großer Teil der Bevölkerung stellt arglos und ohne Hemmungen private Fotos, Videos oder Dokumente online und macht sich dabei keine Sorgen über einen möglichen Missbrauch.

Dieser Eintrag wurde am 24.Juni 2011 um 4:14 pm und ist gespeichert unter Internet.

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